Unsere Imkerei befindet sich im Donauried, einem ausgedehnten Feuchtgebiet entlang der Donau, im schwäbischen Teil Bayerns. Bereits seit mehreren Generationen ernten wir hier im Familienbetrieb Honig und Blütenpollen. Seit über 20 Jahren produzieren wir nach BIOLAND-Richtlinien und stehen für eine umweltgerechte und energieeffiziente Erzeugung unserer Produkte:
Unsere Imkerei
Die Vegetation im Donauried besteht größtenteils aus Auwäldern und Feuchtwiesen. In der Gegend um Mertingen finden sich außerdem mehrere hundert Hektar unter Naturschutz stehende Moorgebiete. Die hier häufig vorkommenden Weiden halten für unsere Bienen ein ideales Nektar- und vor allem Pollenangebot bereit, das im zeitigen Frühling die Grundlage für das Sammeln von Blütenpollen darstellt.
Bereits seit mehreren Generationen werden in unserer Familie Bienen gehalten. Lange Zeit war es eine kleine Imkerei, wie sie früher auf vielen Bauernhöfen neben dem anderen Tierbestand üblich war. Anfang der 1970er Jahre wurde die Imkerei vergrößert. Aus einer Imkerei zur Selbstversorgung mit Honig ist eine Erwerbsimkerei geworden. Und seit dieser Zeit wurde neben Honig versuchsweise, zunächst nur für den Eigenbedarf, auch Blütenpollen geerntet.

Unsere Qualität und Nachhaltigkeit
Wir möchten in unserer Imkerei nicht nur unbelasteten Honig und Pollen gewinnen, sondern diese Produkte auch bienenfreundlich, nachhaltig und energieeffizient erzeugen. Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten wir stets daran, unsere Produktion in allen Abschnitten zu verbessern.
Unser Honig
Unsere Bienenvölker sind alle im näheren Umfeld der Imkerei aufgestellt, da die tägliche Erreichbarkeit für das Sammeln des Pollens unerlässlich ist. Deshalb ist auch das Angebot an Honig durch die Honigquellen unserer Region bestimmt.
In erster Linie sammeln wir Blütenhonig, eine Mischung aus Nektar der vielfältigsten Blühpflanzen unserer Region. Dazu zählen zum Beispiel Weide, Löwenzahn, Kernobst und Raps. Der Blütenhonig wird cremig gerührt und schmeckt sehr süß.
Im weiteren Jahresverlauf sammeln unsere Bienen Honig von später blühenden Pflanzen, Büschen und Bäumen, wie beispielsweise Klee, Himbeere, Brombeere, Faulbaum und Linde. Dieser Sommerblütenhonig hat einen kräftigen Geschmack und bleibt lange flüssig.
Später im Sommer können wir in manchen Jahren noch Waldhonig ernten. Das ist Honig, der hauptsächlich von Fichten stammt. Gesammelt wird er von unseren Bienen im „Naturpark Augsburg – Westliche Wälder“, einem großen Waldgebiet, in welchem ein Teil unserer Völker steht.
Die Vermarktung unseres Honigs an Endverbraucher findet in der Region statt, unter anderem in folgenden Geschäften:
Zott Genusswelt Asbach-Bäumenheim
Zott Werksverkauf Mertingen
Filialen der Metzgerei Göth
EDEKA Asbach-Bäumenheim
EDEKA Nordendorf

Unser Blütenpollen
Was ist Pollen?
Blütenpollen, eines der wertvollsten Lebensmittel überhaupt, ist für das Bienenvolk die Grundlage der Ernährung, wichtiger noch als Honig. Das liegt an der Vielzahl seiner Inhaltsstoffe: In sehr großem Umfang sind Elemente enthalten, die sowohl für pflanzliche als auch tierische Organismen unentbehrlich sind. Diese wirken nicht nur einzeln, sondern ergänzen sich perfekt und stellen so auch für uns Menschen eine hochwertige, natürliche Nahrungsergänzung dar. Im einzelnen sind dies folgende Inhaltsstoffe:
| Inhaltsstoff | Funktion |
|---|---|
| Protein 10 – 40 % | Alle essentiellen Aminosäuren sind in Pollen enthalten, was ihn zu einem der Naturprodukte mit dem höchsten Anteil an lebensnotwendigen Aminosäuren macht. Schon 30 Gramm Pollen enthalten so viel Eiweiß wie eine Portion Rindfleisch. |
| Vitamine | Pollen enthält eine große Anzahl unterschiedlichster Vitamine. In höherer Konzentration liegen Provitamin A (Carotin), Vitamin B2 (Riboflavin) und Vitamin C (Ascorbinsäure) vor. Pollen enthält außerdem die Vitamine: Vitamin B1, B3, B5, B6, B7, B8 bzw. Vitamin H, B9, B12, Vitamin D, Vitamin E. |
| Mineralstoffe 1 – 8 % | In Pollen kann Kalium, Calzium, Magnesium, Mangan, Eisen, Chlor, Schwefel, Kupfer, Silizium und Phosphor nachgewiesen werden. |
| Fette 1 – 20 % | Es sind überwiegend wertvolle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, darunter die essentiellen Fettsäuren Linol-, Linolen- und Arachidonsäure. |
| Kohlenhydrate 30 – 50 % | Sie stammen teilweise von dem Honig, mit dem die Bienen aus dem Blütenstaub die „Höschen“ formen, die sie an ihren Beinen transportieren. |
| Antibiotische Stoffe | Diese Stoffe können Bakterienwachstum bestimmter Stämme hemmen, beispielsweise von Colibakterien. |
| Fermente und Hormone | Fermente wie Diastase, Invertase und Katalase sind im Pollen enthalten und dienen zur Nahrungsverwertung. Außerdem sind Wirkstoffe, die das Wachstum beschleunigen können und weitere natürliche Hormonstoffe enthalten. |
| Rutin | Gehört zur Gruppe der Bioflavonoide, wirkt u. a. zur Kräftigung der Kapillargefäße. |
| Antioxidantien | Polyphenole und Carotinoide, die den Körper vor freien Radikalen schützen können. |
| Wasser | Bei frischem Pollen beträgt der Wassergehalt 20 – 30 %, durch Trocknen auf ca. 5 % wird der Pollen konserviert. |
| natürliche Aroma- und Farbstoffe |
Das Farbspektrum von Blütenpollen reicht von schwarz (Mohn) über braun (Kleearten), rot (Roßkastanie), orange (Löwenzahn und Kamille), bläulich (Blaustern, Phacelia und Distel) bis weiß (Springkraut), wobei Gelbtöne dominieren, da die meisten Blütenpflanzen gelben Pollen produzieren. Ein „bunter“ Pollen deutet darauf hin, dass die Bienen in einer Umgebung sammeln konnten, in der noch eine Pflanzenvielfalt herrscht. Außerdem muss über einen längeren Zeitraum gesammelt werden (bei uns von März bis Juli), damit zur jeweiligen Blütezeit der Pflanzen der entsprechende Pollen geerntet werden kann. Eine Mischung vieler unterschiedlicher Pollen ist vorteilhaft, da sich die Inhaltsstoffe je nach Pflanzenart unterscheiden. So ist gewährleistet, dass alle Wirkstoffe gleichmäßig vorhanden sind.
Sortenanalyse
Unser Pollen weist eine große Sortenvielfalt auf, wie die Analysen zeigen: Er zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Weidenpollen aus. Dies erklärt sich durch die zahlreichen verschiedenen Weidenarten, die in den Feuchtgebieten heimisch sind und unseren Bienen reichlich Pollen anbieten. Durch die frühe Blütezeit der Weiden und das Vorkommen abseits von landwirtschaftlich genutzten Flächen wird hierbei eine Qualitätsminderung durch landwirtschaftliche Produktion minimiert.
Der Anteil an Obstpollen (Apfel, Birne) stammt ausschließlich aus Streuobstbeständen, erwerbsmäßigen Obstbau gibt es in unserer Gegend nicht. Dass der Anteil an Rapspollen nicht höher ist, liegt daran, dass wir in dem Zeitraum der Rapsblüte auf die Pollenernte verzichten, wenn dort Spritzungen mit Pflanzenschutzmitteln stattfinden.
Im Juli beginnt die Blütezeit des Jakobskreuzkrauts. Diese Pflanze ist durch enthaltene Giftstoffe (Pyrrolizidinalkaloide, kurz PA) schädlich für den Organismus und kann Leberschäden bei Mensch und Tier auslösen. Auch im Pollen sind in geringen Mengen PA enthalten, der Anteil ist beim Jakobskreuzkraut am höchsten, doch auch andere Pflanzen enthalten diese Stoffe. Um gefährliche Rückstände in unserem Pollen zu verhindern, stellen wir beim Aufblühen dieser Pflanzen die Ernte ein.
Insgesamt beinhaltet unser Blütenpollen einen sehr großen Anteil an besonders wertvollem Pollen und verhältnismäßig wenig Pollen aus landwirtschaftlich genutzten Flächen. Viel Pollen stammt aus Naturschutzgebieten.
Von der Blüte ins Glas
Blütenpollen oder Blütenstaub sind mikroskopisch kleine Körner, abgesondert von den Staubblättern der Blütenpflanzen. Gelangen diese Pollenkörner nun auf den Stempel einer Blüte, findet die Befruchtung statt.
Das, was wir als „Pollen“ bezeichnen, ist eine Ansammlung von zigtausenden solcher Körner zu größeren, etwa 6 – 10 mg schweren Körnern, „Höschen“ genannt. Beim Besuch der Blüten, bis zu 80 pro Flug, kneten die Bienen unter Zugabe von Honig diese Höschen, die dann an einer speziellen Vorrichtung an den hinteren Beinen haften und bringen sie zum Bienenstock. Bei diesen Sammelflügen findet „nebenbei“ die Befruchtung unzähliger Blütenpflanzen statt.
Vom Sammelflug heimkehrende Bienen passieren am Eingang ihres Kastens die sogenannte „Pollenfalle“: Die Bienen schlüpfen durch eine Verengung, z. B. durch ein Gitter oder durch eine mit zahlreichen Löchern versehene Kunststoffplatte, dabei streifen die Bienen einen Teil des Pollens ab, den sie an den Hinterbeinen bei sich tragen. Der Pollen fällt in einen darunter angebrachten Sammelbehälter und kann dort entnommen werden. Weil die Pollenfalle im Boden des Bienenstocks angebracht ist, ist der abgestreifte Pollen vor Regen und Sonnenlicht geschützt, was von Anfang an eine hohe Qualität gewährleistet. Der gesammelte Pollen fällt in eine Schublade mit einem Edelstahlgitter, auf welcher der Pollen dann luftig und breitflächig liegt. Zusammen mit einer täglichen Entleerung der Schublade und einer regelmäßigen Reinigung wirken wir der Bildung von Keimen entgegen, die bei zu dicht liegendem Pollen drohen, wenn der Pollen nicht jeden Tag geleert wird und dann zusätzlich über Nacht bei erhöhter Luftfeuchtigkeit Wasser aufnimmt.
Nach dem Sammeln kommt der Pollen sofort in die Trocknung und wird dort mit entfeuchteter Luft und moderater Wärme konserviert. Nach der Trocknung findet die Endreinigung statt, zunächst maschinell und zuletzt wird der Pollen auf einem Verleseband gesichtet und von letzten Fremdteilen befreit.
Bis zur Vermarktung wird der Pollen dann lichtgeschützt und luftdicht verschlossen im Kühllager aufbewahrt. Vor dem Abfüllen in die jeweiligen Verkaufsgebinde findet die Mischung des Pollens des gesamten Sammelzeitraumes statt.
Verzehrempfehlung
Als tägliche Dosis werden ein bis zwei Teelöffel empfohlen. Generell kann Pollen pur gegessen werden, idealerweise vor der Mahlzeit. Besonders zu empfehlen ist allerdings die Einnahme mit Milchprodukten, da diese die Aufnahme der Inhaltsstoffe im Verdauungstrakt fördern.
Die Wirkung von Pollen ergibt sich durch die Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen. Pollen ist zu jeder Zeit ein ideales Nahrungsergänzungsmittel. Weitere Aussagen über positive Auswirkungen auf die Gesundheit dürfen wir als Imker aus rechtlichen Gründen nicht machen. Informationen dazu sind jedoch auf zahlreichen Internetseiten, die sich mit dem Thema beschäftigen, oder auch in entsprechender Literatur zu finden.
Diabetiker oder auch Pollenallergiker und Asthmatiker sollten vor regelmäßigem Verzehr Rücksprache mit ihrem Arzt halten und mit kleinen Einnahmemengen testen, wie sie auf den von den Bienen gesammelten Blütenpollen reagieren.
Andreas Bock
Ökologische Imkerei
Husingstraße 24
86690 Mertingen
Telefon 0 90 78 / 9 12 99 49
E-Mail: info@bienenbock.de
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